Brasilien Urlaubs Tipps

Brasilien Reise Tipps von Markus Frenzel

Seit 10 Jahren wohne ich nun in Brasilien doch wenn man in Deutschland aufgewachsen ist, bleibt dieses schöne Land Brasilien und seine Menschen immer noch eine andere Welt. 

Ich führe in der Nähe des internationalen Flughafens von Salvador da Bahia mein Hotel, die Pousada Rancho Fundo, und habe schon viele Touristen ein und ausgehen sehen.

Die meisten immer mit den gleichen Unsicherheiten und Fragen vor der Entscheidung in Brasilien Urlaub zu machen.

Stand 08 / 2017:

Markus Frenzel   Brasilien Insider

Denguefieber

Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. 2016 ist ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen beobachtet worden. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen, inkl. möglicher Todesfolge, auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Chikungunya

Das Chikungunya-Fieber wird inzwischen auch landesweit von Mücken der Gattung Aedes übertragen, insbesondere in den Bundesstaaten Alagoas, Amapa, Amazonas, Bahia, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Roraima sowie derzeit besonders schwerwiegend in Rio de Janeiro.Chikungunya-Fieber kennzeichnet sich durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltende Gelenkschmerzen. Die klinischen Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragende Erkrankungen (Arbovirosen) unterschieden werden. Todesfälle sind sehr selten. Den u.g. Hinweis zur Expositionsprophylaxe gilt es zu beachten. Eine Chemoprophylaxe oder Impfung existiert  für keine dieser Virusinfektionen.

Gelbfieber

Brasilien verlangt bei der Einreise aus Europa keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Weite Teile Brasiliens sind aber Gelbfieberendemiegebiet, sodass bei anschließender Weiterreise in bestimmte Drittländer der Nachweis eines Impfschutzes  verlangt wird. Die Impfung wird allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Brasilien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören:

  • Acre, Amapa¡, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goias, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Parã¡, Rondãnia, Roraima, Espirito Santo und Tocantins.
  • Für bestimmte Gebiete in folgenden Staaten: Paranã¡, Piauã­, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, in den Bundesstaaten São Paulo und Rio de Janeiro sowie in Bahia.
    Die Impfung wird  für den Besuch der Iguaçu-Wasserfälle empfohlen.

Bei einer Erstimpfung vor dem 2. Lebensjahr sollte nach 10 Jahren eine einmalige Auffrischimpfung erfolgen.

 

Die Gelbfiebermücke, Denguemücke oder Ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti9 st eine Stechmückenart der Tropen und Subtropen. Sie ist der hauptsächliche Überträger von Gelbfieber, Dengue-Fieber, Zika-Fieber und einigen anderen Viruserkrankungen.

gelbfiebermücke

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
 

Ganzjährig besteht ein hohes Risiko in den Provinzen: Acre, Rondônia und Roraima

bzw. ein geringes Risiko in:  Amapã , Amazonas, Maranhao (W), Mato Grosso (N), Parã  (außer Belem City), Tocantins (W) und den Außenbezirken der Städte Porto Velho, Boa Vista, Macã  Manaus, Santarem, Maraba, Rio Branco und Cruzeiro do Sul.

Als malariafrei gelten die Ostküste inkl. Fortaleza, Recife, Igauçu und die meisten Stadtzentren.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall die Mitnahme einer Notfallmedikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.

Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden, insbesondere Schwangeren, empfohlen, sich konsequent vor Mückenstichen zu schüptzen. Dazu gehört:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, feste Socken),
  • tagsüber (Viruserkrankungen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • immer unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Anopheles auch  Malaria-, Gabel oder FiebermÜcken  genannt, ist eine Gattung der Stechmücken. Malariamücken sind mit etwa sechs Millimetern relativ klein und haben einen schmächtigen Körperbau, sind aber dennoch an ihrer Körperhaltung gut erkennbar: der Körper befindet sich meistens in einem Winkel von etwa 30 bis 45 ° zum Untergrund.

Malaria

Mit bestem Dank an das Auswärtige Amt und Wikipedia